Stattdessen wurde ich in einem Recycling-/Nähcenter eingesetzt. Da habe ich dann zwei Wochen lang der Näherin helfen können, Stoffe zu schneiden, zu sortieren und ich durfte auch selbst mal nähen. Die dritte Woche konnte ich dann nutzen um ein bisschen zu reisen und etwas mehr vom Land und den Menschen kennenzulernen. In der vierten Woche habe ich noch auf der Kinderstation im Krankenhaus in Swedru gearbeitet. Da ich später wahrscheinlich in den Gesundheitsbereich gehen möchte, fand ich das auch sehr interessant und beeindruckend, mit welcher geringen Ausstattung das medizinische Personal dort trotzdem eine gute gesundheitliche Versorgung gewährleisten kann.
Alles in allem habe ich eine wahnsinnig tolle Zeit in Ghana gehabt. Ich habe viele neue Freunde gefunden und konnte die ghanaische Entspanntheit und Gastfreundlichkeit der Menschen sehr genießen. Man muss sich in Ghana an viele Dinge erst gewöhnen, die vllt. sehr anders als in Deutschland sind...viel Geduld und Flexibilität zu haben hilft da... ;-)
Am Anfang fühlt man sich vllt. noch wie ein Tourist, aber ich habe mich, spätestens als ich meine super liebe Gastfamilie, meine ersten ghanaischen Gerichte und erste Trotrofahrten kennengelernt habe, sehr zu Hause gefühlt. Auch von der Partnerorganisation wurde ich immer gut unterstützt und habe mich nie unverstanden gefühlt, auch wenn Pläne dauernd umgeworfen wurden, kam am Ende immer was tolles dabei raus ;-) Man muss sich einfach auf alles, was so auf einen zu kommt einlassen und offen mit allem umgehen, dann hat man eine absolut unvergesslich schöne Zeit in Ghana :-)
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