Die zwei Tage in der Schule in Phnom Penh war ich hauptsächlich als Schwimmlehrer im kleinen Pool an der Schule sowie als Sciencelehrer für die älteren Klassen beschäftigt. Hier in der Hauptstadt lernen die Kinder schon seit dem Krabbelalter Englisch, das Sprachniveau ist dementsprechend hoch und man kann auch komplexe Themen einbringen. Allerdings wird die Schule in Phnom Penh nach diesem Schuljahr geschlossen und das gesamte Inventar zieht an den Tonle Bati See aufs Land.

Meine Khmer Kollegen waren sehr freundlich und entgegenkommend, eine Einstellung, die einem häufig in diesem Land begegnet, wenn man mit offenen Augen durch die Straßen läuft. Für mich nehme ich vor allem den Umgang mit den Kindern mit, wie einfach es ist, ein tolles Lächeln hervorzuzaubern. Auch die zahlreichen freundlichen Begegnungen auf den Straßen Phoms Penhs werde ich nicht vergessen. Ebenso wie die unglaubliche soziale Ungerechtigkeit.

Das ist auch der Grund, warum ich meinen Einsatz als absolut lohnend erachte: Es ist immer noch viel zu schwierig für einen Großteil der Kambodschaner, Zugang zu hochwertiger Bildung zu erlangen. Bei vielen unserer (ärmeren) Kinder haben wir jetzt schon mit ihren umfassenden Englischkenntnissen, ihrem Allgemeinwissen und nicht zuletzt auch ihrer schulischen Erziehung den Grundstein für ihre Chance gelegt. Ihre Chance, dem Teufelskreis auf der Straße zu entkommen.

 
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