Meine Mitarbeit im Kinderdorf / Ghana

(von Lisa, 18.03.2015)

Am 30. September ging es für mich endlich für 5 Monate nach Ghana. Am Frankfurter Flughafen habe ich mich früh morgens mit Rike, einer anderen Freiwilligen von Weltsicht getroffen um gemeinsam unser Abenteuer zu starten. Viele Gespräche und ein paar Filme später landeten wir auch schon in der Hauptstadt Ghanas, Accra. Dort wurden wir von Williams, unserem Ansprechpartner und zugleich meinem Gastvater abgeholt und fuhren in das etwa zwei Stunden entfernte Agona Swedru. Erleichtert, aber sehr müde fielen wir dann in das langersehnte Bett.

 Am nächsten Morgen ging es dann mit Williams zur GLOVO-Schule. Dort haben wir eine kleine Einführung bekommen. Williams und George, 2 Verantwortliche des Projektes Glorious Vision Orphans ( GLOVO) erzählten uns Details über die Schule und das Waisenhaus, Allgemeines über Ghana und sie beantworteten unsere Fragen. Englisch ist zwar die Amtssprache von Ghana, aber in unserer Region ( Central-Region) wird hauptsächlich Fante gesprochen. „Obroni“ ist hier das wichtigste Wort und das heißt so viel wie Weißer . Überall, egal wo, wird einem „Obroni“ hinterhergerufen, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. In unserer ersten Woche lernten wir das Projekt, die Schüler und Lehrer, sowie die drei anderen Freiwilligen besser kennen. Recht schnell konnte man feststellen, dass die Kinder aus sehr armen Verhältnissen kommen und dass die Lehrer oftmals sehr auf die Hilfe von Freiwilligen angewiesen sind, da es teilweise sehr viele Kinder in der Klasse gibt.

Des Weiteren wurden uns in der Stadt die wichtigsten Plätze gezeigt, jedoch brauchte mein Orientierungssinn ein bisschen um sich zurecht zu finden, da gefühlt jede Straße, bzw. Gasse ähnlich aussieht. Doch gegen Ende war das kein Problem.
In Agona Swedru gibt es gefühlt fünf Berufe: Shop Besitzer ( Agona Swedru ist eine typische Handelsstadt,  an jeder Ecke gibt es kleine Läden), Taxifahrer( jeder fährt Taxi, da eine Fahrt umgerechnet etwa 25 cent kostet), Lehrer, Schneider/in oder Frisör.

Nach dem ersten Wochenende in Ghana startete die Woche auch schon mit dem normalen Schulalltag. Morgens bin ich immer mit den anderen Freiwilligen zur Glovo Schule gelaufen, wo die ganz kleinen ( die nursery, Kinder zwischen 1 und 4) schon auf uns warteten, da sie von uns umgezogen wurden.

Bevor die Schule losgeht gibt es ein kleines Treffen mit den Schülern und Lehrern, bei dem gebetet und gesungen wird. Ich war in KG2 ( Kindergarten 2) und half der jungen Lehrerin zu unterrichten. Die Kinder sind zwischen 5 und 7 Jahren und lernen hauptsächlich Englisch, Lesen, Schreiben, Mathematik und landeskundliche Themen. Oft half ich den Kindern beim Schreiben und versuchte es ihnen nocheinmal zu erklären, was aber kompliziert war, da die kleinen noch nicht so gut Englisch sprechen können.

 Man muss sehr viel Geduld haben, was einem aber oft leicht fällt, da die Kinder einfach goldig sind. Und sobald es etwas zu korrigieren gab, hatte ich auch schon wieder Arbeit.
Die Kinder nach ein bisschen europäischen Unterrichtsmethoden zu unterrichten machte unglaublich viel Spaß, da es für sie etwas neues war. Gruppenarbeit und gegenseitiges Helfen kannten sie am Anfang nämlich gar nicht.

 Wie bereits erwähnt kommen die Kinder aus sehr armen Verhältnissen und so kommt es, dass sie oft gar keinen Stift zum schreiben haben.
 Es ist auch wirklich krass zu sehen, wie sehr sich die Kinder über Kleinigkeiten, wie Wasserfarben freuen. Während des Schultages gibt es eine kleine Pause und eine Mittagspause, in denen die Kinder oft in der Hitze rumtoben, ihren Spaß haben oder etwas essen. Der Schulbus holte uns dann gegen 15.00 Uhr ab und wir gingen entweder noch in die Stadt oder direkt zu unseren Gastfamilien nach Hause. Dort wurden wir dann mit sehr leckerem Essen versorgt, bevor man abends sehr müde schlafen ging. Durch die Gastfamilien kann man sehr gut die ghanaische Kultur, die Religionen und das Familienleben erleben.

Ghana ist ein sehr schönes Land und somit dürfen Ausflüge auch nicht zu knapp kommen. Etwa eine halbe Stunde entfernt ist ein sehr schöner Strand . Ansonsten haben sich die Wochenenden auch zum Reisen angeboten und wir haben die Chancen genutzt. Egal ob Strand, Wasserfälle; Regenwälder, große Märkte in großen Städten oder Safari –Touren- wir haben sogut wie alles wichtige gesehen.

Abschließend bin ich einfach überwältigt von der offenen, freundlichen und gelassenen Art von den Leuten, die ich hier kennenlernen durfte .

Die Zeit verging gefühlt rasend schnell und ich denke auch hier im kalten Deutschland sehr gerne und oft an die wunderschöne Zeit in Ghana.

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