Ökologischer Anbau in den Philippinen

(von Carl, 06.03.2015)

Eigentlich haette dieser Erfahrungsbericht die ersten EIndruecke nach einem Monat wiedergeben sollen, mit einer E-mailadresse von einem Deutschen Server ist es jedoch ziemlich selten, dass man bei der schlechten Internetverbindung hier auch darauf zugreifen kann.

Und selbst wenn einem das dann einmal die Woche gelingt, ist e simmer ein Kampf auch auf seine E-mails zugreifen zu koennen und bei meinem ersten Versuch, den Erfahrungsbericht zu schreiben, hat sich der Computer, als ich schon fast fertig war, einfach heruntergefahren.

Von diesem Aergernis musste ich mich dann ersteinmal erholen, um neue Motivation fuer diesen Bericht zu finden. Fuer alle Socialnetworkjunkes muss man also vorwarnen: Internet- oder Telefonverbindungen sind hier stets zum verzweifeln, fuehren aber auch zum ein oder Anderen lustigen Missverstaendnis.

 
Als ich hier vor ungefaehr 2 Monaten ankam, war ich so muede und erschopft vom Flug, dass ich nicht die Kraft hatte, irgendjemandem grossartig Hallo zu sagen und bin einfach ins Bett gefallen.

Die naechsten Tage hat mich dann der Jetlag geplagt, was jedoch durch den herzlichen Empfang und die ungeheur liebenswuerdigen Menschen hier mehr als ausgeglichen wurde.
Bereits nach 2 Wochen habe ich einige Freunde und sogar so etwas wie eine kleine Familie gefunden, mit denen ich den Grossteil meiner Wochenenden verbringe. Wenn man nicht grade der antisozialste Mensch ist, den man kennt, wird man hier meiner Meinung nach geradezu gezwungen sehr gute bis gute Freunde zu finden und seine eigene Toleranz allem Fremden gegenueber neu zu definieren.

Das Farmcollege, in wechem ich untergebracht bin, ist an sich ein tiefer Schnitt in meine gewohnten Freiheiten in Berlin, was dann auch zu einigen Auseinandersetzungen mit dem Management fuehrte, jedoch durch das geteilte (und noch groessere Leid) der anderen Schueler sehr ertraeglich gemacht wird und einem ein neues Gefuehl fuer das Leben anderer Menschen gibt.

Abgesehen Davon ist es wunderschoen hier und man hat immer etwas zu lachen, da Philippinos ein sehr froehliches, ausgelassenes Volk sind, mit denen man zu jeder Zeit Spass haben kann.

Meine Arbeit erstreckt sich auf alle Bereiche der Farmarbeit und je nach meinen Interessen arbeite ich manchen Teilen der Farm mehr und in anderen weniger.
Um explizit ein paar Beispiele fuer die Arbeit zu nennen handelt sich um Dinge wie: Tiere fuettern, pflegen, neue Gehege bauen, Feldarbeit wie: Umgraben, Bewaesserung, Setzlinge setzen, Ernten und vieles mehr, was eben auf einer Farm so an Arbeit ansteht.

Der groesste Unterschied zu einer europaeischen Farm ist hierbei meiner Meinung nach der Einsatz der Werkzeuge, welche dank des Geldmangels stets wesentlich primitiver, teilweise kaput oder gar nicht erst vorhanden sind, sodas man staendig improvisieren muss.

Mitlerweile habe mich sehr gut hier eingelebt und kann mir kaum vorstellen schon in 10 Monaten wieder nach Hause zu fahren, auch wenn ich das Essensangebot daheim sehr stark vermisse.

Die Menschen hier sind einfach viel besser drauf als in Deutschland, es ist immer warm, man hat die Freiheiten eines noch nicht annaehernd so Buerokratisierten Staates wie die Deutsche Bundesrepublik und man ist sich bewusst, dass es selbst nach einem Jahr hier immer noch so viel Neues zu entdecken gibt.
In diesem Sinne: More fun in the Philippines!

 

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