Meine Zeit im Glovo-Kinderdorf / Ghana

(von Friederike, 27.10.2014)

Als wir (Ich und Lisa, eine weitere Freiwillige) am Dienstag den 30.09.14 gegen halb 11 Ortszeit endlich das Flughafengebäude in Accra verließen wurden wir schon von Williams, dem Projektleiter erwartet. Nach einer etwas holprigen ca  1 ½  Stündigen Fahrt kamen wir endlich bei ihm zu Hause an, wo wir die erste Nacht verbringen sollten. 

Nach einer etwas kurzen Nacht und einem Frühstück das aus Brot und Kakao bestand ging es dann auch schon los zu unserer neuen Arbeitsstelle für das nächste halbe Jahre: Eine Schule mit 8 verschiedenen Klasse und Schülern im Alter von 2 bis 16.

Im Office bekamen wir dann erst mal eine allgemeine Einführung und einen Haufen Informationen rund um Ghana, die Menschen und das Leben hier. Danach ging es eine Runde durch die Schule und uns wurden die Lehrer sowie weitere Freiwillige die zur Zeit in diesem Projekt helfen vorgestellt. Anschließend ging es noch eine Runde durch die Stadt um einige Dinge wie das Besorgen einer Sim Karte fürs Handy sowie Geld um zu tauschen zu erledigen.

Abends ging es dann wieder zurück zu Williams wo wir nach einem traditionellen ghanaischem Essen  auch die zweite Nacht noch gemeinsam verbrachten.

Am Donnerstagmorgen sollte ich dann endlich meine Gastfamilie kennenlernen bzw. erst mal nur mein Gepäck dort abliefern und dann zur Schule zu fahren um dort einen ersten Einblick in das Unterrichtsleben zu bekommen.

Der Unterricht geht von 8 bis halb 3 und es gibt 2 Pausen die jeweils eine halbe Stunde dauern. In der 2 Pause gibt es das von den 2 Küchendamen und 2 Freiwilligen aus der Schweiz frisch zubereitete Essen. Gekocht wird im freien unter einer Überdachung und über dem Feuer. Außerdem kann man während den Pausen bei den netten Küchendamen auch kleine Snacks wie Orangen oder Biskuits sowie Wasserbeutel zu günstigen Preisen ergattern.

Die Pausen können die Schüler mit sportlichen Aktivitäten wie Fußballspielen oder Volleyballspielen verbringen.

An unserem zweiten  Tag hatten wir also Zeit um in den Unterricht in unterschiedlichen Klassen herein zu schnuppern und uns für eine Klasse zu entscheiden mit der wir in Zukunft zusammen arbeiten wollen. Ich bin mit dem Lehrer Namens Sir John in der zweiten Klasse. Das Alter der Schüler ist durchschnittlich 7 Jahre. Dort unterrichte ich hauptsächlich Englisch, manchmal stand jedoch auch schon Natural Science oder Creative Art auf dem Programm.

Nach der Schule ging ich dann das erste Mal nicht zu Williams sondern in meine Gastfamilie. Ich habe hier mein eigenes Zimmer. Durch die vielen Kinder in meiner Familie herrscht ein reges Familienleben. Mit meinem Gastvater und meiner ältesten Schwester hatte ich schon das ein oder andere interessante Gespräch uns alle sind immer sehr darauf bedacht das es mir gefällt und gut geht.

Am Freitag läuft der Schulalltag dann etwas anders ab. Der Freitag beginnt immer mit einer Zeremonie bei der mit allen Klassen zusammen gesungen und Gebetet wird. Darauf folgt Unterricht bis zur ersten Pause und danach findet freie sportliche Betätigung bestehend aus Volleyball, Tischtennis, Netzball oder Fußball statt. Auch die Lehrer sind immer fleißig am Geschehen beteiligt.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die Arbeit in dem Projekt sehr gut gefällt. Der Projektleiter hat noch haufenweise neue Ideen auf Lager um die Schule zu verbessern. Momentan wird ein neuer Fußballplatz gebaut. Die Unterbringung ist hervorragend und neben dem Schulalltag bleibt an den Wochenenden und in den Ferien noch genug Zeit zum Reisen. Aber auch nach der Schulzeit ist oft noch genug Zeit für Markt und Stadt Besuche.

An den zuerst so unübersichtlich scheinenden Verkehr gewöhnt man sich schnell und auch häufigere Stromausfälle nimmt man schon bald mit Humor.

Ich wünsche jedem, dass er mal die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit sowie die Gelassenheit der Afrikaner genießen darf und kann die Arbeit in meinem Projekt nur wärmstens empfehlen.


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