Kinderbetreuung in Thailand

(Bericht von Steffen Grohmann)

Seit nun knapp 7 Wochen bin ich in der ''Hope for Life Foundation'' in der Nähe von Mae Sai, im Norden Thailands, und kann auf viele interessante und auch herausfordernde Erfahrungen zurückblicken. Ich habe mich hier mittlerweile gut eingelebt und auch meine Arbeit an der Schule, etwa 3 - 4 km von meinem Wohnort entfernt, bereitet mir sehr viel Spaß. Dort gehen auch einige Kinder der Foundation zur Schule.

Die Arbeit an der Schule:
Die Schule befindet sich in dem gleichnamigen Vorort Mae Sai's und umfasst die Klassenstufen 1 - 6. Am ersten Tag lernte ich dort Khun Big kennen, einen Lehrer, der mir bei allen möglichen Problemen und Fragen, die meinen Arbeitsbereich in der Schule betreffen zur Seite stehen würde. Zum Glück kann dieser auch Englisch sprechen, was in der Gegend um Mae Sai doch eher die Seltenheit ist. Ich lernte auch meine anderen Kolleginnen und Kollegen kennen, jedoch viel sprechen konnte ich mit Ihnen auf Grund der sprachlichen Differenzen nicht...

 

Der vom thailändischen Bildungsministerium vorgegebene Lehrplan bzw. die Lehrinhalte für Englisch sind jedoch sehr realitätsfern und nicht umzustetzen. So wird vom thailändischen Bildungsministerium erwartet, dass die Schüler schon verschiedene Zeiten beherrschen, obwohl die Großzahl nicht einmal ein Verb konjugieren kann. Die Schülerinnen und Schüler sind von den Kenntnissen her noch lange nicht so weit - desshalb muss man in manchen Klassen eigentlich ganz von vorne anfangen und vor allem viel mit Lernspielen arbeiten. Denn mit Spaß an der Sache lernt es sich leichter!

Die Arbeit in der Foundation:
Samstags unterrichten wir auch die Kinder der Foundation in Englisch. Dazu haben wir sie den Kentnissen entsprechend in 3 Gruppen aufgeteilt. Die Kinder mit den geringsten Kenntnissen lernen bei Tobi, die mit den höchsten bei Chris und ich unterrichte die mit dem Kentnissstand der dazwischen liegt. Das Unterrichten dieser Kids macht um einiges mehr Spaß, da es kleinere Gruppen sind und man auch ein anderes Verhältniss zu ihnen hat, als zu den Schülern an der staatlichen Schule. Auch hier arbeite ich viel mit Lernspielen, da die meisten bei zu theoretischem Unterricht oft abschalten und nichts dabei lernen, was keinesfalls der Sinn der Sache ist.

Das Projekt:
Das Projekt bezüglich des Aufbau medizinischer Notfall Apotheken in einigen Bergdörfern ist weiterhin am Laufen. Wir haben jetzt das Buch ''Where there is no doctor'' zu Ende gelesen und uns so ein Basiswissen in Sachen medizinischer Versorgung aufgebaut. Wir haben mit Khun Thepthai eine Liste der häufigsten Erkrankungen herausgearbeitet, da wir uns auf Grund des beschränkten Budgets auf bestimmte Krankheiten beschränken müssen. Dies ist jetzige Stand - als nächsten Schritt planen wir in ein solches Dorf zu fahren, um dort mit den Leuten zu sprechen und auf der Bedürfnisse einzugehen.

Thai - Deutsch:
Nach dem Mittagessen lernen wir seit letzter Woche täglich Thai bei Khun Thepthai. Die Sprache ist grammatikalisch relativ simpel und ich denke wenn man am Ball bleibt kann man diese in einem Jahr schon recht gut erlernen. Vom Erlernen der Schrift sehen wir ganz ab, da dies unserer Meinung nach zu viel und zu schwierig wäre -
und in einem Jahr eigentlich nicht umsetzbar ist. Im Gegenzug erhält Thepthai von uns Deutschunterricht, was meistens eine recht spaßige Angelegenheit ist...

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