Englisch unterrichten in Thailand

(Bericht von Christian / 24.03.2014)

Nun ist es ja schon Halbzeit. Viel hat sich getan und vieles ist gleichgeblieben. Es wurde viel gearbeitet und es wurde viel gereist.

Das WG-Klima ist seit Beginn und entgegen meiner Erwartung einfach Spitze. Auf dem Vorbereitungsseminar wurden wir auf Streitereien vorbereitet, abgesehen von etwas ungespühltem Geschirr (ich gelobe Besserung) gab es aber keine. Viele leute haben mittlerweile einen geregelten Alltag, sei es die Thai-Lesson, Muay Thai (kickboxen thai style) oder andere Aktivitäten außerhalb der WG.

Nach den ersten großen Ferien, ging es gewohnt in der Schule weiter. Für mich heißt das um ca 7:30 aufstehen, duschen, frühstücken und dann um 8:30 in der Schule pünktlich zum Morgenapell ankommen.

 

Beginnen will ich hier den Bericht mit einem der schönsten Thailändischen Feste, dem Loy Krathong (dt.:Lichterfest) hier werden auf Palmenblättern kleine Boote gefaltet und schwimmengelassen, und außerdem Laternen fliegen gelassen. Ein wunderschönes und beeindruckendes Fest welches ich in meinem Leben nicht vergessen werde.

Das nächste nennenswerte Event hier war Weihnachten. Ich denke jeder ist Weihnachten (zumindest Heiligabend) im Familienumfeld gewöhnt. Abgesehen von einer Freiwilligen musste hier aber jeder Weihnachten ohne Familie auskommen. Was zu Beginn ungewohnt war, stelle sich im nachhinein aber doch als spaßiges Weihnachtsfest mit Weihnachtsgeschichte, Singen, und gutem Essen herraus.

Thais feiern kein Weihnachten also musste ich Heiligabend noch in die Schule, aber es war trotzdem schön, da ich meinen Schülern hier etwas über eines der wichtigsten Christlichen Feste beibringen konnte. Die ersten Weihnachtstage gab es von meiner Schule aus ein Scoutcamp (alle Thais werden in der Schule zu Pfadfindern ausgebildet, und der König ist gleichzeitig der höchste Pfadfinder Thailands), hier gab es 3 Tage Aktivitäten und Drill für die männlichen schüler. (die Mädchen hatten woanders ein Camp an welchem ich nicht teilgenommen habe)

Kaum war Weihnachten vorbei gab es Silvester. Hier mus ich sagen war es fast schon ein deutsches Verhältniss. Man trifft sich mit guten Freunden, versammelt sich an einem riesigem Platz und mit Countdown, guter Musik und einem tollem Feuerwerk geht es in das neue Jahr. Auch wenn die Thais eher den Chinesischen Kalendar beachten, wird auch das westliche Silvester gefeiert, und es ist ein freier Tag.

Um den 5 Januar rum hat dann unser Zwischenseminar begonnen. Hannes,Kathja und Simon waren uns schon aus dem Vorbereitungsseminar in Bittelbrunn bekannt. Das Seminar an sich war wenig späktakulär. Man hat uns über vieles informiert, was an sich schon bekannt war, jedoch wurden auch hier einige interessante Informationen ausgearbeitet die einigen vorher unbekannt waren.

Am 16 Januar gab es dann ein kleines Highlight für mich. Das erste mal in 5 monaten habe ich meine Familie gesehen. Auch wenn ich definitiv kein Heimweh verspüre, so war es doch ein tolles Gefühl meine Familie wieder um mich zu haben. Wir sind in Thailand rumgereist (Mae sai und Chiang rai, und hatten anschließend ein Hotel in Khao Lak, wo 2004 der Tsunami ganze landstriche verwüstet hat.

Jetzt ist es auch schon Februar, und so langsam beginnt die Planung für die nächsten Ferien. Für mich wird es heißen: Tauchschein Koh Tao, dann tauchen, und später gibt es eine thailand Reise mit der anderen Familienhälfte die Thailand besucht. Bis jetzt ist und bleibt dassoziale Jahr Thailand eines der schönsten Jahre in meinem Leben.

Falls dieser Bericht tatsächlich irgendwann mal für andere zukünftige(oder noch unentschiedene) Freiwillige lesbar sein wird, lasst euch gesagt sein:
Thailand ist ein wunderschönes abwechslungsreiches Land. Niemand braucht Angst davor zu haben alleine zu sein, oder nicht dazuzupassen. Überall gibt es Aktivitäten, und/oder Sehenswertes. Obwohl die Zeit wie im Flug vergeht, kommt es einem doch so vor als ob man hier schon länger Leben würde. Kleine tägliche Rituale entstehen, und Thailand fühlt sich einfach an wie zu Hause.

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